Gefährdungsbeurteilung
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Auswahl und Durchführung von Schutzmaßnahmen

In Abhängigkeit des Gefährdungspotenzials des eingesetzten Gefahr- stoffes müssen geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden. Je höher die Gefährdung, die von Gefahrstoffen ausgehen kann, desto umfangreicher fallen die Schutzmaßnahmen aus und desto konsequenter muss der Verantwortliche auf ihre Einhaltung achten.

Die RISU-NRW basiert auf der Gefahrstoffverordnung vom 23.12.2004. Mit Datum vom 30. November 2010 wurde die Gefahrstoffverordnung neu gefasst. In der aktuellen Fassung wurde das System der Schutzstufen zurückgezogen, der gestufte Ansatz der Schutzmaß- nahmen blieb jedoch erhalten.

Die Reihenfolge der Schutzmaßnahmen ist folgendermaßen festge- legt:

  • Ersatzstoffprüfung (Substitution durch weniger gefährlichen Stoff oder Arbeitsverfahren),
  • Gestaltung von Arbeitsverfahren und Verwendung geeigneter Arbeitsmittel nach dem Stand der Technik, z. B. Einsatz von lösemittelfreien Farben und Klebstoffen,
  • organisatorische Maßnahmen, z. B. Expositionsbegrenzung,
  • kollektive (technische) Maßnahmen an der Gefahrenquelle, z. B. Abzug,
  • individuelle Schutzmaßnahmen, z. B. persönliche Schutzausrüstung.