Tätigkeitsbeschränkungen und Verwendungsverbote
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Tätigkeitsbeschränkungen für Schülerinnen und Schüler

Schülerinnen und Schüler dürfen im Rahmen von Schülerexperi- menten mit Ausnahme der in Tabelle 3 der RISU-NRW aufgeführten krebserzeugenden und erbgutverändernden Reaktionsprodukte nicht mit sehr giftigen oder explosionsgefährlichen Gefahrstoffen sowie nicht mit krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fort- pflanzungsgefährdenden Gefahrstoffen der Kategorien 1 und 2 umgehen.

Wie „sehr giftige“ Stoffe zu behandeln (d. h. Erfassung, Aufbewah- rung, Lagerung, Verbot von Schülerübungen) sind Chlorate, Kalium, Natrium, Quecksilber und Trinitrophenol (Pikrinsäure).

Einzelne Tätigkeiten, bei denen krebserzeugende, erbgutverändern- de und fortpflanzungsgefährdende Gefahrstoffe nicht bioverfügbar sind, z. B. mit Bleiacetat-, Cobaltchlorid-Papier, Chrom-attitration und die Verwendung von Bleiplatten in Bleiakkumulatoren, sind in Schülerexperimenten möglich.

Das Gefahrenpotenzial sehr giftiger und giftiger Stoffe kann durch Verdünnung verringert werden.

Eine Übersicht der Tätigkeitsbeschränkungen für Schülerinnen und Schüler findet sich in Tabelle 4 der RISU-NRW.

Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren dürfen im Rahmen von Schülerexperimenten grundsätzlich nicht mit hochentzündlichen flüssigen Gefahrstoffen umgehen.

Tätigkeiten mit giftigen (T, R 23, R 24, R 25), gesundheitsschädlichen, ätzenden oder reizenden Gefahrstoffen sind für die Primarstufe nicht gestattet.

Ansonsten dürfen Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht durch eine fachkundige Lehrkraft mit giftigen, gesundheitsschädlichen, ätzen- den oder reizenden Gefahrstoffen umgehen, sofern der Luftgrenz- wert (Arbeitsplatzgrenzwert) unterschritten wird.