Seilgärten
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02 | weitere Hinweise

Hochseilgarten - Seite 1

Hochseilgärten werden bisher selten auf Schulflächen aufgestellt und betrieben, jedoch immer öfter unter Berücksichtigung didaktischer und methodischer Überlegungen in die Unterrichtsplanung einbezogen.

Werden Hochseilgärten durch Schulen betrieben, sind alle Anforde- rungen an die Konstruktion, die Sicherheits- technik und den Betrieb der aktuellen nationalen und europäischen Normen einzuhalten.

Die Nutzung von Hochseilgärten im Schulsport sollte nicht nur ein isoliertes Angebot mit „Event-Charakter“ darstel- len, sondern viel- mehr eingebettet werden in die Unter- richtsgestaltung nach den Richtlinien und Lehrplänen mit ihren pädagogischen Intentionen. Ein Schwerpunkt er- lebnispädagogischer Arbeit in Seilgärten im Rahmen des Schulsports liegt auf der Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz. Neben den allgemeinen Zielsetzungen für den Schulsport bildet die Förderung von Verantwor- tung füreinander eine wichtige pädagogische Zielsetzung im Rahmen solcher Angebote.

Bei der Nutzung von Hochseilgärten sollten die Voraus- setzungen der Schülerinnen und Schüler bekannt sein. Sinnvoll ist, über das geplante Programm und die ggf. damit verbundenen Anforderungen die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern vorab zu informieren. Da die körperlichen und psychischen Anforderungen bei der Bewältigung von Seilgartenelementen sehr hoch sein können, müssen vor dem Besuch von Hochseilgärten Informationen zu eventuellen körperlichen Einschrän- kungen (z. B. Verletzungen oder Erkrankungen) von den Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern eingeholt werden. Hilfreich kann hier der Einsatz eines medizinischen Auskunftsbogens sein.

Bei der Nutzung kommerzieller Hochseilgärten haben Lehrkräfte eine besondere Verantwortung bei der Aus- wahl des Anbieters und im Rahmen ihrer Aufgaben. Eine intensive Vorbereitung ist erforderlich, da sich die Rahmenbedingungen des außerschulischen Lernorts grundsätzlich von denen der schulischen Sportstätte unterscheiden (z. B. viele Gruppen auf engem Raum, Unübersichtlichkeit des Geländes, Ablenkung durch die natürliche Umgebung, erschwerte Kommunikation durch größere Entfernung zwischen Lehrkraft und Schülern).