Wassergewöhnung
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Wassergewöhnung & -bewältigung

Durch die Aneignung der Fähigkeit „Schwimmen können“ wird die Selbstsicherheit und Handlungskompetenz von Schülerinnen und Schüler erweitert. Voraussetzung für einen angstfreien und freudvollen Zugang zum Bewegungsraum Wasser sind vielfältige Erfahrungen am, im und unter Wasser – Wassergewöhnung.

Inhalte für eine gelungene Wassergewöhnung werden in der Rahmenfortbildungskonzeption Schwimmen zur Qualifizierung von Lehrkräften in NRW im Baustein 2 „Sich mit dem Bewegungsraum Wasser vertraut machen – Meine Entdeckungsreise in einen neuen Erfahrungsraum“ skizziert.

Im dritten Baustein dieser Konzeption „Sich mit dem Bewegungs- raum Wasser vertraut machen – Wasserbewältigungwerden dann die Inhalte zur Wasserbewältigung, wie Spielen und Spiele im Wasser, aufgegriffen.

Eine umfangreiche Sammlung zu Spielen und Übungsformen findet sich in der Veröffentlichung der Schwimmverbände in Nordrhein-Westfalen und der DLRG, die kostenpflichtig bestellt werden kann.

Hier nun einige wenige Beispiele zur Wassergewöhnung:

1. Querlaufen

Alle Teilnehmer verteilen sich im Becken. Alle gehen oder laufen nur vorwärts.

Die Lehrkraft steht am Beckenrand und gibt unterschiedliche Anweisungen, wie sich die Kinder bewegen sollen.

Mögliche Anweisungen sind:

  • Die Kinder sollen geradeaus gehen, bis sie am Beckenrand anstoßen. Dort drehen sie sich und wählen eine neue Richtung.
  • Die Kinder sollen Schlangenlinien laufen.
  • Die Kinder sollen mit geschlossenen Augen gehen und sich vorwärtstasten.
  • Die Kinder sollen wie in Zeitlupe laufen.
  • Die Kinder sollen so schnell wie möglich zur Mitte laufen.
  • Die Kinder sollen sich bei Begegnung die Hand geben.
  • Die Kinder sollen sich einen Partner suchen und mit dem gemeinsam laufen.
  • Weitere Variationen.
2. Sternspiel

Alle Kinder verteilen sich am Beckenrand.

Auf ein Kommando der Lehrkraft laufen alle Kinder in die Mitte des Beckens und legen die jeweils rechte Hand aufeinander, sodass ein Stern gebildet wird.

In dieser Formation können sich die Kinder vorwärts oder rückwärts bewegen, bevor der Stern wieder aufgelöst wird und alle zurück zum Beckenrand laufen.

3. Strampeln

Alle Kinder verteilen sich am Beckenrand.

Auf ein Zeichen sollen alle Kinder so richtig mit den Beinen strampeln, bis das Wasser richtig spritzt. (Ängstliche Kinder können auch auf der Treppe sitzen und mit den Füßen strampeln.)

4. Partner ziehen

Alle Kinder verteilen sich im Becken. Immer zwei Kinder finden sich zusammen. Die beiden Kinder stehen hintereinander.

Während das hintere Kind das vordere Kind unter den Achseln trägt, lehnt sich das vordere Kind nach hinten und schaut unter die Decke. So kann das eine Kind das andere Kind durch das Wasser ziehen. Nach einiger Zeit Wechsel.

5. Kopf ins Wasser

Alle Kinder verteilen sich im Wasser. In verschiedenen Stufen wird nun probiert, auch Teile des Kopfes ins Wasser zu bringen. Erst sollen die Kinder nur bis zum Hals eintauchen und ein paar Schritte durchs Becken gehen. Dann sollen die Kinder bis zu folgenden Körperteilen eintauchen: Kinn, Nase, Stirn, Augen, den ganzen Kopf.

6. Blubbern

Alle Kinder verteilen sich im Becken.

Alle versuchen mit dem Mund an der Wasseroberfläche zu blubbern. Es soll gleichmäßig ausgeatmet werden, um dabei Bläschen zu erzeugen. (Wir fahren Motorboot.)