Wasserspringen
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Im Allgemeinen versteht man unter Wasserspringen das Springen ins Wasser von normierten Absprunganlagen, also Sprungbretter und Plattformen auf Sprungtürmen. In der Sportart Wasserspringen werden dabei das Kunstspringen vom 1-m- und 3-m-Brett und das Turmspringen von der 5-m-, 7,5-m- und 10-m-Plattform sowie das Synchronspringen (1-m- und 3-m-Brett und 10-m-Turm) unterschieden.

Für den Schulsport ist diese „olympische“ Differenzierung jedoch eher unbrauchbar, wenn nicht gar abschreckend. Wenn es z. B. heißt: „In der heutigen ‚Schwimmstunde’ machen wir ‚mal Wasserspringen‘“, werden die Reaktionen erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich ausfallen. Die ‚Draufgänger‘ werden wohl jubeln und mit großer Vorfreude zur Sprunganlage drängen, während eine nicht minder große Anzahl von Schülerinnen und Schülern mit ängstlich-skeptischen Blicken hinterherschleichen wird und fragt, ob sie denn mitmachen müssen oder ob sie dann auch einen Köpper vom Dreier machen müssen.

Eine der Ursachen dieser ambivalenten Sichtweise ist sicher das enge Verständnis der Sportart Wasserspringen, für dessen Ausübung es einer guten motorischen Vorbildung bedarf. In der Schule stellt dieses für die meisten Schülerinnen und Schüler eine deutliche Überforderung dar. Die Motivation für das Wasserspringen liegt für Schülerinnen und Schüler wohl auch weniger im Erlernen bestimmter normierter Sprünge, sondern viel eher im Erleben des Fliegens und in der Geschwindigkeit des Hineingleitens ins Wasser.