Umgang mit Holzstaub
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Holzstäube sind Gefahrstoffe nach der Gefahrstoffverordnung. Nach der Technischen Regel für Gefahrstoffe TRGS 553 sind Belastungen durch Holzstäube gering zu halten. Der Grenzwert von 2 mg/m3 in der Atem- luft am Arbeitsplatz darf nicht überschritten werden.

In der Anlage 1 der TRGS 553 vom 02.11.2006 sind neben den bisher bekannten Stäuben von Buchen- oder Eichenholz auch weitere „Hart- hölzer“ als beim Menschen krebserregende Arbeitsstoffe eingestuft worden. (Das Maß der Gefährdung wird aber auch durch die Art der Einwirkung und die Partikelgröße sowie durch die Dauer und Konzen- tration der Belastung bestimmt.)

Diese „Harthölzer“ sollten darum im Technikunterricht nicht für Holz- arbeiten verwendet werden, bei denen feine Späne anfallen. Außerdem sollten die Schüler keine Hölzer und Holzwerkstoffe mit sensibili- sierenden Eigenschaften bearbeiten, zum Beispiel Mahagoni, Palisan- der und westliche Rotzeder. Allergiker sollten bei Holzarbeiten mit Staubanfall Schutzhandschuhe und eine Staubmaske tragen (Hand- schuhe nicht an der Drehmaschine und Bohrmaschine).

Handschleifen ist eine Arbeit mit besonders hoher Staubbildung. Werk- stücke aus Holz sollten darum auf das richtige Maß gesägt und über- stehendes Material mittels Feilen oder Raspeln (geringere Staubbelas- tung) entfernt werden. Grobe Werkstücke sollten nicht mit feinen Werk- zeugen bearbeitet werden. Mit Holzpartikeln zugesetztes Schleifpapier darf nicht ausgeklopft werden, sondern ist mit einer Drahtbürste in Be- wegungen vom Körper weg zu reinigen.