Verglasungen
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01 | Informationen

Durch eine gelungene Auswahl geeigneter Verglasungen wirken Flure hell, freundlich und transparent. Leider spielen Verglasungen jedoch nach wie vor beim Unfall- geschehen eine wesentliche Rolle. Durch scharfkantig gebrochene Glasscheiben können erhebliche Ver- letzungs- folgen eintreten. Aus diesem Grund müssen Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen bis zu einer Höhe von 2 m ab Oberkante Standfläche aus bruchsicheren Werkstoffen bestehen oder ausreichend abgeschirmt werden.

Zu den Verglasungen zählen nicht nur Glaseinsätze in Türen, sondern auch Glaswände, Spiegel, Vitrinen und Bilderhalter.

Als bruchsicher werden Verglasungen immer dann einge- stuft, wenn sie die Kriterien als sog. Einscheibensicher- heitsglas (ESG) oder als Verbundsicherheitsglas (VSG) erfüllen.

Verfügt das Glas nicht über bruchsichere Eigenschaften, lässt sich das Verletzungsrisiko minimieren, indem der Zugang zur Glasfläche erschwert wird durch:

  • mindestens 1 m hohe Umwehrung, die mindestens 20 cm vor der Verglasung angebracht sein muss
  • Fensterbrüstungen, die mindestens 80 cm hoch und mindestens 20 cm tief sind. Die Maße sind jeweils für sich einzuhalten. Dies bedeutet, dass geringere Brüstungshöhen oder geringere Brüstungstiefen nicht ausreichen.

Verglasungen, die auch dazu dienen, Personen auf Verkehrsflächen gegen seitlichen Absturz zu sichern,
wie z. B. Vertikalverglasungen oder tragende Glas- brüstungen, müssen zusätzlich die Anforde- rungen
der Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsi- chernden Verglasungen (TRAV) erfüllen.