Hammer für Metallarbeiten ©Unfallkasse NRW
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Metallbearbeitung

Neben der Berarbeitung von Holz und Kunststoffen wird auch die Bearbeitung von Metallen vermittelt.

Zur Vermeidung von Unfällen sind die Hinweise zu einer sicheren Handhabung von Werkzeugen bei den verschiedenen Arten der Metallbearbeitung zu beachten:

Arbeiten mit dem Hammer

Bei vielen Tätigkeiten in der Metallverarbeitung wird ein Hammer benötigt. Dementsprechend haben sich im Laufe der Zeit viele Sonderformen des Hammers entwickelt. Im Schulbereich werden z. B. Schlosserhämmer, Schreinerhämmer, Treibhämmer in verschiedenen Formen, Fäustel sowie Kunststoff- und Holzhämmer eingesetzt.

Sichere Handhabung:

  • Hammerkopf fest am Stiel befestigen, z. B. mit einem Metallkeil, besser sind glasfaserverstärkte Stiele, die mit dem Hammerkopf fest verbunden sind
  • Hammerstiel verwenden aus besonders festem und unbeschädigtem Material, z. B. Hölzer wie Esche oder Hickory, handgerecht und sich nach hinten konisch verdickend

Blech schneiden

Zum Schneiden von dünnen Blechen können Handblechscheren verwendet werden. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, z. B. als Goldschmiedeschere für dünne Bleche und als Lochschere mit gebogener Schneide.

Sichere Handhabung:

  • Reißnadel und Spitzzirkel so weitergeben, dass nicht in die Spitze hineingegriffen werden kann
  • Reißnadeln mit zwei Spitzen mit einem Korkstück sichern
  • Geeignete Handblechscheren entsprechend der Dicke des Materials auswählen
  • Griffe von Handblechscheren nicht mit Rohren verlängern
  • Arbeitshandschuhe verwenden, wenn an scharfen Schnittkanten Verletzungsgefahr besteht
  • Nach der Arbeit alle geschnittenen Bleche entgraten, damit Verletzungen an den scharfen Kanten vermieden werden 
  • Bei der Hebelblechschere nach der Arbeit Handhebel senkrecht nach oben stellen und gegen Herabfallen sichern
  • Tafelblechschere nach der Arbeit schließen und gegen unbefugtes Benutzen sichern

Maschinenarbeit: Bohrmaschine

In der Schule werden in der Regel Tischbohrmaschinen, Ständerbohrmaschinen und Handbohrmaschinen eingesetzt. Eine Handbohrmaschine auf einem Bohrständer ist jedoch kein vollwertiger Ersatz für eine Ständerbohrmaschine.

Sichere Handhabung:

  • Bohrer in das Bohrfutter der Maschine sicher einspannen und auf zentrischen Sitz achten 
  • Nach Wechsel des Bohrers bzw. des Werkstücks Futterschlüssel sofort abziehen
  • Futterschlüssel nicht mit einer Kette o. Ä. an der Maschine befestigen, damit es beim Spannvorgang und bei einem unbeabsichtigten Ingangsetzen der Maschine nicht zu Fingerverletzungen durch die sich aufwickelnde Kette kommt
  • Durchmesser des Bohrers bzw. Drehmeißels, Drehzahl und Werkstoff aufeinander abstimmen
  • Material vor dem Bohren ansenken
  • Vor dem Bohren Werkstücke sicher festspannen
  • Große Bohrungen mit einem kleinen Bohrer vorbohren
  • Schutzbrille tragen   
  • Nur mit eng anliegender Kleidung arbeiten; z. B. Halstücher, Schals und Schmuck ablegen; bei langen Haaren Haarschutz tragen
  • Beim Bohren/Drehen keine Arbeitshandschuhe tragen, da diese vom Bohrer/Werkstück erfasst werden können
  • Spänehaken zum Entfernen von Spänen bei stillstehender Maschine benutzen
 

Maschinenarbeit: Drehmaschinen

Bei der Metallbearbeitung sind üblicherweise geringere Drehzahlen und Schnittgeschwindigkeiten erforderlich als bei der Holzbearbeitung. Dennoch sollten Drehmaschinen von Schülerinnen und Schülern ab Jahrgang 9 nur unter Aufsicht des Lehrers bedient werden.

Sichere Handhabung

  • Erforderliche Drehzahl der Arbeitsspindel bezüglich des Materials nicht überschreiten; Faustregel: Je größer der Durchmesser und je härter das Material, desto niedriger die Drehzahl
  • Schneide des Meißels in der Höhe der Rotationsachse des Werkstücks einspannen
  • Mit möglichst geringer Schnittgeschwindigkeit arbeiten, andernfalls geeignete wassergemischte Kühlschmiermittel verwenden; hierbei Aerosolbildung vermeiden; Kühlschmiermittel regelmäßig austauschen
  • Umlaufende Werkstücke keinesfalls mit der Hand berühren
  • Zum Entfernen von Spänen bei stillstehender Maschine Spänehaken benutzen

Maschinenarbeit: Schleifbock

Schleifböcke werden in den Schulen benötigt, um stumpfe Werkzeuge (Reißnadel, Stechbeitel usw.) spitz oder scharf zu schleifen. Zumeist sind es kleine Geräte mit zwei unterschiedlichen Schleifscheiben, die fest auf eine Werkbank geschraubt werden müssen.

Sichere Handhabung:

  • Schleifscheiben sind vorsichtig zu transportieren, da sie stoßempfindlich sind
  • Klangprobe zur Feststellung der Rissfreiheit durchführen, Drehrichtung beachten; nach dem Aufspannen die Maschine bei abgesperrtem Gefahrenbereich mindestens fünf Minuten mit voller Betriebsgeschwindigkeit laufen lassen
  • Verstellbare Werkstückauflage so einstellen, dass ein Werkstück weniger als 3 mm an der Scheibe liegt
  • Beim Arbeiten Schutzbrille tragen
  • Bei langen Haaren einen Haarschutz benutzen
  • Werkstück nur mit mäßigem Druck an die Scheibe halten
  • Werkstücke nach dem Schleifen mithilfe eines Abziehsteins vom feinen Grat befreien

Oberflächenbeschichtung    

Eisenwerkstoffe sind im Allgemeinen nicht korrosionsbeständig. Ihre Oberfläche muss gegen Umwelteinflüsse geschützt werden. Die bekannteste Korrosionserscheinung ist das Rosten von Eisen. Der einfachste Schutz gegen Korrosion ist die Beschichtung der metallischen Oberfläche durch einen Anstrich. Die Farbe wird mit dem Pinsel aufgebracht.

Sichere Handhabung:

  • Vor Auftrag der Farbe sollte das Werkstück von Staub und Fett gesäubert werden. Dies kann mit einem Universalverdünner geschehen, der meist brennbar und gesundheitsschädlich ist (Substitutionsgebot sowie H- und P-Sätze beachten!). Eine ausreichende Belüftung des Werkraumes ist daher unerlässlich. 
  • Geeignete Schutzhandschuhe verwenden
  • Verunreinigte Lösemittel sachgerecht sammeln und entsorgen
  • Mit Lacksystemen auf Wasserbasis arbeiten
  • Für die Hände gibt es spezielle Handreiniger, man darf sie nicht mit Pinselreiniger oder Verdünnungsmitteln säubern, da diese die Fettschicht der Haut entfernen und über die Haut resorbiert werden