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Umgang mit Holzstaub

Gefährdungen durch und im Umgang mit Holzstaub

Holzstaub entsteht bei jeder spanenden Bearbeitung – besonders beim Schleifen – von Holz, Holzwerkstoffen oder Holzverbundstoffen durch Maschinen oder Handarbeit. Die Stäube vieler Werkstoffe können, wenn sie eingeatmet werden, die Gesundheit des Menschen schädigen, z. B. Allergien oder Krebs auslösen. Die Liste der Stäube, die als krebserzeugend gelten, sind im Verzeichnis krebserzeugender Tätigkeiten oder Verfahren aufgeführt. Darüber hinaus kann Holzstaub im aufgewirbelten Zustand mit der umgebenden Luft ein explosionsfähiges Staub/Luft-Gemisch bilden. Stäube müssen daher an der Entstehungsstelle erfasst und ordnungsgemäß entsorgt werden. 

Bei der Handhabung von Roh- oder Fertigteilen, beim Wechseln von Staubsammelsäcken der Absauganlage sowie bei der Reinigung der Werkstatt kann ohne getroffene Schutzmaßnahmen abgelagerter Holzstaub in der Raumluft verteilt werden. Deshalb sind alle Flächen, auf denen sich Holzstaub ablagern kann, zusätzlich regelmäßig zu reinigen. 

Holzstaubreduzierung durch geeignete Arbeitsverfahren:

Zur Reduzierung von Holzstaub sind geeignete Maschinen, Handwerkzeuge und Arbeitsverfahren auszuwählen. Zur Reduzierung der Stäube ist eine wirksame Absaugung soweit möglich an der Entstehungsstelle vorzunehmen. 

Die Entstehung von Staub wird bei der manuellen Bearbeitung von Holz reduziert, wenn

  • die Werkstücke exakt gesägt werden und überschüssiges Material zunächst durch Hobeln, Raspeln und/oder Feilen entfernt wird. 
  • kein zu feines Schleifpapier ausgewählt wird, da es sich bei zu feiner Körnung zu schnell zusetzt. Das Ausschlagen oder Ausklopfen von Schleifpapier führt zwangsläufig zu erhöhten Holzstaubkonzentrationen und sollte daher grundsätzlich unterbleiben.
  • für die Bearbeitung von Weichholz (Fichte, Kiefer) zunächst Schleifpapier mit einer Körnung 80 und erst für die abschließende Bearbeitung Schleifpapier mit einer feineren Körnung verwendet wird.

Konsequenzen für den Unterricht:

Die Schülerinnen und Schüler sind über Gesundheitsgefährdungen durch Holzstaub und mögliche Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln zu unterweisen, damit unnötige Staubbelastungen vermieden werden. Sauberkeit und Ordnung sollten stets optimiert werden.

  • Handschleifmaschine und Stichsäge mit Staubabsaugung betreiben
  • Schleifen auf das unbedingt notwendige Maß beschränken
  • Schleifpapier nicht ausschlagen oder ausklopfen
  • Holzstaub nicht wegblasen oder aufwirbeln
  • Holzstaub mit einem geeigneten Staubsauger aufnehmen
  • Fegen ist verboten

Wenn bei der üblichen manuellen Holzbearbeitung durch geeignete Maßnahmen die Holzstaubexposition so gering wie möglich gehalten wird, kann die Fensterlüftung des Raumes ausreichen.

Für den Umgang mit Holz im Unterricht ist eine Betriebsanweisung Holzstaub zu erstellen und auszuhängen.