Kugelstoßanlage Außen Sportfreifläche ©B. Fardel
Kugelstoßanlage Außen Sportfreifläche©B. Fardel

Die im Schulsport gebräuchlichsten Wurfgeräte sind Kugeln, Schlag- und Wurfbälle.  Daneben werden in einigen Schulen auch Speere und weitere Wurfgeräte wie z. B. Frisbee, Diskus oder Wurfhammer im Schulsport verwendet. Folgende Anforderungen, die sich u. a. an den Vorgaben der Leichtathletik orientieren, werden an Wurfgeräte gestellt.

Stoßkugel

Stoßkugeln gibt es aus verschiedenen Materialien. Am häufigsten verwendet werden Stoßkugeln aus Gusseisen, aber auch aus gedrehtem Stahl oder Messing. In den letzten Jahren fanden in Schulen zunehmend auch Stoßkugeln aus Kunststoff Verwendung. Neben der Verwendung auf Sportfreianlagen stehen jetzt für den Einsatz in Sporthallen auch Ausführungen aus nicht springendem Kunststoff oder dickwandigem Gummi zur Verfügung.

Bei Wettkämpfen variiert das vorgeschriebene Gewicht der Kugeln bei Jungen je nach Altersklasse zwischen 3 und 6 kg. Bei den Bundesjugendspielen variiert das Gewicht der Kugel je nach Altersklasse, so stoßen z. B. Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren 3 kg schwere Kugeln und Schüler ab 16 Jahre 5 kg sowie Schülerinnen 4 kg schwere Kugeln. Abweichend von den Anforderungen an die Bundesjugendspiele hat der Deutsche Leichtathletikverband Vorschriften für nationale Wettkämpfe zu Altersklassen und Gewichte von Stoßkugeln.

Schlagball

Der Schlagball mit einem Gewicht von ca. 80 g und einem Durchmesser von ca. 6,5 cm ist etwas kleiner und leichter als der Wurfball. Er besteht meist aus Porengummi oder mit Filz gefülltem Leder. Verwendung findet er im Schulsport für Kinder bis 11 Jahre, um die ersten Wurfübungen durchzuführen und die richtige Wurftechnik zu erlernen. Schlagbälle können sowohl auf Sportfreiflächen als auch in der Sporthalle verwendet werden.

Wurfball

Der Wurfball ist ein Leder- oder Gummiball mit einem Gewicht von 200 Gramm und wird überwiegend in den männlichen und weiblichen Altersklassen der 12- bis 15-Jährigen geworfen.

Speer

Der Speer oder Wurfspeer ist ein schlanker, sich nach beiden Enden verjüngender Stab aus Holz, Metall (meist Aluminium), Carbon oder bei Übungsspeeren auch Kunststoff. Er besteht aus drei Teilen: dem Schaft, dem Kopf und dem Kordelgriff.

Wettkampfspeere besitzen meist eine Stahlspitze. Im Jugendbereich und in Schulen verwendete Speere sind meist leichter und kürzer als Wettkampfspeere. Für den Schulsport sind zum Einstieg in den Speerwurf Speere mit abgerundeten Spitzen oder aufgesetzte Kunststoffspitzen zu empfehlen.

Weitere Wurfgeräte

Als weitere Wurfgeräte werden in der Leichtathletik der Wurfhammer, der Diskus und im Schulsport auch der Frisbee genutzt. 

Kugelstoßanlage Außen Sportfreifläche©B. Fardel

Wurfhämmer gibt es mit Gewichten von 2,0 bis 7,2 kg. Sie bestehen aus einer Kugel, dem damit verbundenen Stahldraht und einem Griffstück. 

Diskusse bestehen meist aus Holz, oder Kunststoff haben einen Einfassungsring aus Messing oder Stahl mit abgerundeter Außenkante und in der Mitte beidseitig einen Metalleinsatz. In Wettkämpfen kommen auch aus Verbundwerkstoffen hergestellte Diskusse zum Einsatz. Der Diskus muss immer symmetrisch aufgebaut sein, Ober- und Unterseite also gleich. 

Frisbees werden auch als Flugscheibe, Segelscheibe oder Wurfscheibe bezeichnet und sind ein meist aus Kunststoff gefertigtes, scheibenförmiges Sportgerät. Es wird durch aerodynamischen Auftrieb und Kreiselbewegung in der Luft gehalten. Mit diesem Sportgerät können verschiedene Einzel- und Mannschaftssportarten gespielt werden. Verwendet wird es u. a. beim Ultimate-Frisbee.