Slackline

Slacklinen ist eine beliebte sportliche Outdoor-Aktivität. Die Nutzung der Slackline findet im Sportunterricht, bei Sport - und Spielfesten sowie bei sportlichen Aktivitäten im Rahmen von Klassenfahrten statt. Slacklines werden auf Schulhöfen und auf dem Außengelände der Schule verwendet. Slacklines müssen nach den Herstellerangaben und der Gebrauchsanweisung aufgebaut und betrieben werden. 

Slacklines, die den Anforderungen an Spielplatzgeräte entsprechen, können auf Spielplätzen installiert werden.  Die Installation fest installierter Slacklines wird gegenüber dem Einsatz mobiler Systeme empfohlen. 

Meistens besteht eine Slackline aus einem Kunststofffaserband , das z. B. mit einer Handratsche zwischen zwei Befestigungspunkten verspannt wird. Die Befestigungspunkte können Bäume auf dem Außengelände der Schule sein. Bei der Nutzung von Bäumen muss gewährleistet sein, dass sie keinen Schaden nehmen und den Belastungen standhalten. Eine Baumkontrolluntersuchung kann im Vorfeld und wiederkehrend erforderlich sein. Der Schulträger sollte der Nutzung der Slackline an Bäumen oder weiteren Anschlagpunkten zustimmen.

Ausschlaggebend für einen sicheren Betrieb der Slackline ist eine sichere Verankerung. Im Freien eignen sich folgende widerstandsfähige Anschlagpunkte:

  • Schwerlastverankerungen, z. B. in Mauern, mit einer Auszugsfestigkeit von ca. 4 Tonnen
  • Bodenanker und -schrauben in Verbindung mit geeigneten Geräten zur Umlenkung der Line
  • gesunde Bäume (Stammumfang mindestens 100 cm in Befestigungshöhe) unter Verwendung eines geeigneten Baumschutzes, sogenannten Baumschonern.

Die Vorgaben für Nutzung und Aufbau einer Slackline entsprechen den Ausführungen im Beitrag Slackline in der Sporthalle der "Sicheren Schule".  Beim Aufbau mobiler Slacklinesysteme im Freien ist folgendes zu beachten:

  • der Untergrund muss einen geeigenten Fallschutz aufweisen und eben und hindernisfrei sein.  Seitlich werden drei Meter hindernisfreier Abstand empfohlen.
  • vor der Nutzung der Slackline muss die verantwortliche Lehrkraft eine Sicht- und Funktionsprüfung durchführen.
  • das Slacklinesystem ist mit Restband, oder Seil zu hintersichern, damit beim Versagen von Materialien Gefährdungen durch umherfliegende Teile vermieden werden. Die Sicherung sollte so früh wie möglich – idealerweise bereits vor dem Spannen – angebracht werden.
  • um ein unbeabsichtigtes Öffnen der Ratsche zu verhindern, muss die Ratsche nach dem Spannen der Slackline korrekt verriegelt sein – Ratsche sichern!
  • wenn die Baumschlinge oder die Slackline über eine Kante belastet werden, können diese Teile aufscheuern. Deshalb Kanten immer gut polstern!
  • Metallteile sollten möglichst mit einer Schutzhülle ummantelt sein
  • Zum Schutz der Bäume ist es wichtig, dass die Slackline über Nacht entspannt wird - keine Dauerbelastung der Bäume!
  • Da die Slackline unter großer Spannung steht und das Material durch die Witterung beeinträchtigt wird, empfehlen wir keinen dauerhaften Einsatz. 
  • Slackline nicht über Verkehrswege spannen.

 Tipp:

  • Je kürzer, straffer und tiefer die Slackline gespannt wird, desto einfacher wird es - Slackline unterhalb Kniehöhe und zu Beginn nur über 3 bis 5 Meter spannen.
  • Unerfahrenen Schülerinnen und Schülern sollte auf der Slackline immer ausreichend Unterstützung angeboten werden. Dadurch wird die Möglichkeit für einen Sturz oder das Abrutschen von der Slackline deutlich verringert.

Die Slackline ist als Sport- bzw. Spielgerät in die Prüf- und Wartungszyklen einzubinden. Um schwere Unfälle durch das Lösen oder Reißen des Bandes zu verhindern, muss der intakte Zustand der Anlage engmaschig kontrolliert werden.