Hubboden

SH Hubboden

Höhenverstellbare Zwischenböden, sogenannte Hubböden, dienen dazu, Bereiche des Beckens variabel zu nutzen. Hierdurch kann die Wassertiefe den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer angepasst werden. Die aktuelle Wassertiefe muss immer deutlich erkennbar gekennzeichnet sein.

Folgende Wassertiefen sind üblich:
0,30 m Wassergewöhnung
0,60/0,90/1,35 m Schwimmerlernung und Nichtschwimmer
bei 1,80 m Schwimmen und Wasserball
mindestens 1,80 m im hubbodenlosen Teil
3,40 m und mehr im Sprunganlagenteil
(Hubböden nicht für Sprungbecken empfohlen)

Hubböden müssen u. a. folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sie müssen gegen unbeabsichtigte Bewegung gesichert sein.
  • Ein Unterschwimmen muss ausgeschlossen sein, z. B. durch eine geneigte Schleppschürze (maximal 45 Grad).
  • Die Oberfläche von Hubböden darf keine Fangstellen für Finger oder Zehen aufweisen. Dies wird erreicht, wenn die Öffnungen in einer Richtung < 8 mm sind.
  • Die Öffnung zwischen starrem Bodenteil des Hubbodens und Beckenwand darf höchstens < 50 mm in einer Richtung betragen. Ist die Öffnung > 8 mm, muss diese z. B. durch eine Dichtungslippe gesichert sein.
  • Die Fahrgeschwindigkeit darf 500 mm/min nicht überschreiten.
  • Die aktuelle Wassertiefe höhenverstellbarer Zwischenböden muss gut sichtbar angezeigt werden.
  • Die Neigung des Hubbodens muss in einer Wassertiefe von < 1,35 m überall < 10 % sein.
  • Die Rutschhemmung des Bodens muss bei Wassertiefen von < 1,35 m im begehbaren Teil der Bewertungsklasse B bzw. 18° entsprechen.
  • Die Konstruktion muss korrosionsbeständig sein.

Es gelten folgende Anforderungen für den Betrieb von Hubböden:

  • Hubböden dürfen nur durch unterwiesene Personen bedient werden.
  • Die Bedienerin oder der Bediener muss freie Sicht auf den ganzen Beckenbereich haben.
  • Die Freigabe des Beckens hat erst in gesicherter Ruhestellung zu erfolgen.
  • Hubböden dienen nicht dem Transport von Menschen oder Material.
  • Das Becken muss von Badegästen geräumt sein.
  • Der Bedienungsschalter ist vor Unbefugten zu sichern.
  • Die in gesicherter Ruhestellung nutzbare Wassertiefe im Bereich des Hubbodens muss für die Badegäste jederzeit deutlich erkennbar sein und selbsttätig angezeigt werden.
  • Bei Wassertiefen unter 1,80 m sind die Startsockel zu sperren.
  • In regelmäßigen Abständen sind Hubböden auf Funktion und Standsicherheit zu überprüfen.
  • Wartungsarbeiten sind nur bei leeren Becken durchzuführen.
Das Mitfahren von Menschen mit Einschränkungen, auch solchen in Rollstühlen, ist unter erfahrener Aufsicht erlaubt, wobei während des Hubvorgangs ein mindestens 50 cm breiter Streifen, gemessen von der Beckenwand, frei sein muss.