Verglasungen

Eingangsbereiche von Sporthallen sollen großzügig wirken und gestaltet sein. Zu einem gelungenen Gebäudedesign und Konzept können Glasfassaden und Türen beitragen. Großzügige Verglasungen in Pfosten-Riegel-Bauweise können eine Tran­spa­renz erzeugen, indem der Innen- und der Außenbereich zu verschmelzen scheinen. Das erzeugt beim Betrachter ein einladendes Gefühl.

Verglasungen oder lichtdurchlässige Wände müssen für Schülerinnen und Schüler leicht und deutlich erkennbar sein. Aus diesem Grund sind Flächen, deren raum­tren­nen­de Wirkung aufgrund der baulichen Gestaltung nicht deutlich wahr­ge­nom­men werden kann, zu kennzeichnen. Dies gilt z. B. für Glasflächen, die nicht über einen Quer­rie­gel verfügen.

Die Erkennbarkeit von Verglasungen wird z. B. durch die Verwendung von farbigem Glas oder Sicherheitsmarkierungen erreicht, die

  • über die gesamte Glasbreite reichen,
  • kontrastreich sind,
  • jeweils helle und dunkle Anteile (Wechselkontrast) erhalten, um wechselnde Lichtverhältnisse im Hintergrund zu berücksichtigen,
  • in einer Höhe von 40 cm bis 70 cm und 120 cm bis 160 cm über Oberkante Fußboden angeordnet werden.

Sich­er­heits­mar­kier­ung­en in Streifenform mit einer durchschnittlichen Höhe von 8 cm und einzelnen Elementen mit einem Flächenanteil von mindestens 50 Prozent des Streifens werden zum Beispiel als ausreichend angesehen. Darüber hinaus erhöhen auffällige Griffleisten an Türen die Erkennbarkeit.

Verglasungen spielen nach wie vor beim Unfallgeschehen eine wesentliche Rolle.

Bei Glasbruch können scharfkantig gebrochene Scherben zu erheblichen Verletzungen führen. Aus diesem Grund müssen Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen bis zu einer Höhe von 2,0 m ab Oberkante Standfläche aus bruchsicheren Werkstoffen bestehen oder ausreichend abgeschirmt werden.

Zu den Verglasungen gehören neben den Glaseinsätzen in Fenstern und Türen beispielsweise auch Glaswände, Spiegel, Vitrinen, Aquarien oder Bilderhalter.

Als bruchsicher werden Verglasungen immer dann eingestuft, wenn sie die Kriterien als sog. Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder als Verbundsicherheitsglas (VSG) erfüllen.

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Glastypen finden Sie im Unterrichtsraum in der Checkliste „Eigenschaften verschiedener Glastypen“.